Rückschau: P-Business-Club-Treffen vom 31.8. 2020

Aktualisiert: Sept 30

Das erste Treffen nach Corona und erstmals mit beiden P-Business-Clubs zusammen fand im Hotel Riverside in Glattfelden statt. Dort lernten wir von Andreas von Criegern das Konzept Jobs-to-be-done-Marketing kennen, einer von Professor Clayton Christensen von der Harvard Business School entwickelten Methode, die in der Umsetzung Design Thinking integriert. Andreas von Criegern schult das Kader der ZKB im Bereich Jobs-to-be-done-Marketing.


Die Geschichte vom Loch in der Wand

Stell dir vor, ein Kunde geht in einen Baumarkt und möchte einen Sechs-Zoll-Bohrer kaufen. Der Verkäufer zeigt ihm verschiedene Modelle, erläutert die Vor- und Nachteile und nennt die Preise. Würde der Verkäufer im Baumarkt aber fragen WARUM oder zu WELCHEM ZWECK der Kunde den Bohrer braucht, würde er das BEDÜRFNIS des Kunden kennen lernen. Vielleicht würde der Verkäufer sogar erfahren, dass der Kunde ein Poster oder ein schweres Gemälde aufhängen will oder gar ein Regal befestigen möchte.



Kundenbedürfnisse

Der amerikanische Professor Theodore Levitt an der Harvard Business School hat dieses Beispiel schon 1962 beschrieben und gesagt, dass Menschen keine Produkte, sondern Lösungen für ihre Probleme kaufen. Gemäss Levit will der Kunde keinen 6-Zoll-Bohrer kaufen, sondern er möchte ein 6-Zoll-Loch in der Wand.



Die Warum-Frage eröffnet also Alternativen zu Lösungen:

  • Statt Bohrer X, kann man Bohrer Y kaufen

  • Statt ein Loch zu bohren, kann man ein Poster auch ankleben

  • Statt die Wand mit einem Poster zu dekorieren, kann man mit einem Beamer etwas darauf projizieren

  • Statt das Regal selbst anzubringen, kann man auch einen Service dafür in Anspruch nehmen

  • Das Problem “ungemütliches Wohnzimmer” kann man auch (zeitweise) lösen, indem man woanders hingeht, z.B. in ein Kaffee


Job-to-be-done-Marketing

Dieser Denkansatz funktioniert auch in der Medienproduktion. Kunden brauchen vielleicht gar keine Drucksache oder Website. Und wenn wir die Warum-Frage stellen, erfahren wir vielleicht, dass der Kunde seine Kunden auf ein neues Produkt aufmerksam machen möchte. Um diesen ZWECK oder JOB zu erledigen, gibt es aber vielleicht noch bessere Wege, als eine Drucksache oder Website.



Kundenzentrierung

Was genau ist jetzt also neu am Jobs-to-be-done-Marketing-Ansatz? Es ist die Perspektive oder die Sicht des Kunden, die viel stärker zum Tragen kommt. JTBD-Marketing fragt konsequent nach dem WARUM, respektive nach dem JOB, den ein Produkt oder eine Dienstleistung erledigen soll. So kommt man auf ganz neue Lösungen.


Zukunft, wohin?

Verfolgt man den JTBD-Marketing-Ansatz weiter, erkennt man, dass vielleicht gar nicht die Druckerei X oder Y unser Mitbewerber ist, sondern ein Anbieter von Facebook-Werbung in der Nachbarschaft. Und man erkennt auch plötzlich neue Dienstleistungen oder Produkte, die man anbieten könnte.


Harvard-Professor Clayton Christensen, Erfinder des JTBD-Marketings

Ausblick: Unser Treffen vom 9. November 2020


Das nächste Treffen findet in Zürich im Hotel Placid statt. Der Tag ist dem Thema "Story Telling mit Videos" gewidmet. Marketingbotschaften per Video zu vermitteln, ist im Trend. Denk an den Boom rund um TikTok und Reel.


Die Videospezialistin Judith Steiner zeigt uns, wie man mit einfachsten Mitteln, nämlich mit dem eigene Smartphone, Videos produziert.


Ausrüstung: Bitte voll aufgeladenes Smartphone mit der bereits installierten App KineMaster mitbringen, sowie Laptop und Ladekabel.


Judith Steiner, Journalistin und Videofachfrau


Schutzkonzept Covid 19


Ich bitte alle Teilnehmenden die üblichen Verhaltensregeln einzuhalten. Jeder Teilnehmer entscheidet selber, ob er während dem Seminar eine Maske tragen will. Zu den Verhaltensregeln gehören:

  • regelmässiges Hände waschen oder desinfizieren

  • Abstand halten

  • wer sich krank fühlt, muss zu Hause bleiben.

Ich als Veranstalter sorge zusammen mit den Seminarorten für gut durchlüftbare Seminarräume, mit Tageslicht und gross genug, um Abstände von 1,5 m einhalten zu können. Die Bestuhlung wird auch nach diesen Grundsätzen ausgerichtet. Es wird eine Teilnehmerliste mit Kontaktdaten geführt und die Teilnehmer müssen darauf achten, den einmal eingenommenen Platz oder die ausgewählte Arbeitsgruppe für das ganze Seminar beizubehalten, damit im Falle einer Infektion, das Ansteckungsrisiko besser eingestuft und nachverfolgt werden kann.


Die Referenten bauen den Unterricht so auf, dass ein regelmässiges Durchlüften des Seminarraums möglich ist.

Das Seminarhotel und die Restaurant sorgen für folgende Vorkehrungen:

Abstand

  • Wir respektieren einen Abstand von 1,5m zwischen und unseren Mitarbeitern und den Gästen.

Desinfektion

  • An den Haupteingängen, bei den Seminarräumen und auf den Toiletten stehen Desinfektionsständer für die Hände bereit. Ebenso befindet sich in jedem Seminarraum ein Spray für das Desinfizieren von benutzten Gegenständen oder für die Hände. Danke, dass Sie sich die Hände desinfizieren

  • Unsere Mitarbeitenden waschen und desinfizieren sich ebenso regelmässig die Hände und tragen bei speziellen Arbeiten Handschuhe. Wir haben jederzeit saubere Hände

  • Wir desinfizieren in regelmässigen Abständen Kontaktstellen und Ablageflächen in den Hotelzimmern und Seminarräumen wie z.B. Stifte und auch im öffentlichen Bereich wie Stühle, Tischflächen, Türen, Türfallen, Treppengeländer etc. sowie die Kontaktstellen im Back-Office. Schlüsselkarten werden vor und nach dem Check-in und Check-out sowie vor und nach jedem Seminar desinfiziert

  • In unseren Seminarräumen lassen sich die Fenster öffnen. Lüften Sie regelmässig während dem Seminar und den Pausen, wir machen es ebenso

  • Wir berühren ausserdem keine Ihrer persönlichen Gegenstände im Seminarraum

Information

  • Im Seminarraum verzichten wir im Moment auf das Eindecken von Gläsern auf den Tischen und beschränken und auf PET-Mineralwasser. Wenn Sie ein Glas wünschen, steht eine kleine Zahl von Gläsern an der Seite auf Tischen bereit

  • Unsere Mitarbeitenden sind auf das neue Verhalten im Front- und Back-Office Bereich geschult und informiert worden

  • Sollten Sie Krankheitssymptome haben, die auf eine Atemwegserkrankung hindeuten, bitten wir Sie, auf einen Besuch bei uns zu verzichten.

Ausblick: P-Business-Club-Programm 2021


Herzlichen Dank an alle, die an meiner Umfrage teilgenommen haben. Das war sehr hilfreich. Ich werde soviel Inputs wie möglich mitnehmen und in das Clubprogramm integrieren, sofern das Covid-19 im kommenden Winter zulässt. Die WHO rechnet frühestens im Sommer 2021 mit flächendeckenden Impfungen. Wir müssen daher im Winter 2020/2021 flexibel und vorsichtig bleiben und mit einer zweiten Welle rechnen, die auch unser Programm tangieren kann.


Die Daten der beiden Treffen sind noch nicht komplett, wir werden aber das zweite Datum demnächst per Doodle-Umfrage festlegen. Aber bitte notiere dir schon mal das erste Datum.


Die Gestaltung des Programmes hängt also noch von der Entwicklung des Virus ab. Je nachdem werden uns Firmen als Besucher empfangen wollen oder nicht.


Treffen im Frühjahr am 18./19. März 2021

Das Datum dieses Treffens ist bereits festgelegt. In Planung sind Themen und Ort.


Treffen im Herbst 2021

Datum, Themen und Ort sind noch in Planung und noch nicht festgelegt.


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